Kandidatenkolloquium

Das Kandidatenkolloquium steht allen offen, die bei mir akademische Abschlussarbeiten schreiben oder eine individuelle Förderung ihres Studiums wünschen.

Unsere gemeinsame Arbeit in einem kleinen, überschaubaren Plenum verfolgt mehrere Zielsetzungen: Zunächst soll die beruhigende Einsicht gefördert werden, dass auch andere während der Phase der Arbeit an ihrer Thesis in einer vergleichbaren Lage und mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind. Diese Erfahrung und der Umgang miteinander haben schon viele persönliche sowie akademische Kooperationen in wechselseitigem Interesse ermuntert. Zweitens wird allen Studierenden im Verlauf des Semesters die Möglichkeit gegeben, die Fragestellung ihrer Thesis sowie eine vorab verteilte Auswahl der bearbeiteten Texte in einer Sitzung vorzustellen und im Plenum zu diskutieren. Da die Themen der Abschlussarbeiten meist aus dem Kontext der bei mir besuchten Lehrveranstaltungen entwickelt werden, gibt es darunter eine Vielzahl von überschneidungen, die kompetente, für alle Beteiligten Gewinn bringende Erörterungen garantieren. Schließlich soll der intensive Gedankenaustausch die Bereitschaft zur respektvollen Kommunikation anregen, die Erkenntnis der Ergiebigkeit gemeinsamer Textlektüren stärken und die eigene literaturwissenschaftliche Urteilsbildung sowie Sprachkompetenz schärfen.

Wenn es die zeitlichen Verhältnisse zulassen, beschäftigen wir uns außerdem mit allgemeinen philologischen oder methodologischen Problemen der Literaturwissenschaft und mit aktuellen kulturpolitischen Debatten, die von Zeitungsartikeln, Büchern oder Filmen ausgelöst werden. Diese Auseinandersetzungen mit Produkten der heutigen Medienwelt zeigen, dass die im Studium erworbenen Lektüre- und Medienkompetenzen nicht nur historische Texte erschließen, sondern auch ein vertieftes Verständnis der Funktionsweisen und gesellschaftlichen Einordnung zeitgenössischer künstlerischer Interventionen gewährleisten.

Dateien

>> Druckversion (PDF)